Samba de Janeiro

11 12 2010

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Die Stadt an sich gehört für uns mit Sicherheit zu den schönsten der Welt. Der Zuckerhut, die Copacabana, und die Jesus Statue sind natürlich die Highlights der Stadt. Den Abend dann an einer der Strandkioske bei einem Caipirinha oder dem Saft einer Kokosnuss ausklingen zu  lassen ist natürlich auch ein Grund warum es uns in Rio so gut gefallen hat.



Die Wasserfälle von Iguazú

27 11 2010

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  Hostelbett vor …       und nach der Reparatur. Ja, Dafür kam wirklich ein “Handwerker”!



Die Wüste lebt

22 11 2010

Es gab ein paar Punkte auf unsere Südamerika Etappe, auf die wir uns immer als Highlight gefreut haben. Perito Moreno war so ein Highlight, die Osterinsel, natürlich. Die Iguazú-Wasserfälle und Rio de Janeiro werden eins sein. Und eben San Pedro de Atacama im chilenischen Norden. Aber wie das so ist mit hohen Erwartungen… manchmal kann die Wirklichkeit dem nicht Stand halten.

Auf einer, der extremen Höhe wegen, ziemlich anstrengenden Busfahrt über einen 4300m Andenpass von Salta in Argentinien kamen wir hier her. Mitten in die Atacama Wüste. Das Dorf eine Touristenblase. Unsere Unterkunft zum Glück eine Oase der Ruhe.

Der Plan war einen Mietwagen zu nehmen und die Geysire auf eigene Faust anzuschauen, um einer dieser Touren, die wir so besonders lieben, zu entgehen. Aber, es war in dem ganzen Dorf kein einziges Auto aufzutreiben. “Dienstag wieder” sagt uns der Anbieter, schlecht nur das wir am Dienstag den Bus zurück nach Salta in Argentinien gebucht haben. Na gut. Kann man nichts machen.

Der Plan war auch, die Sternenwarte zu besuchen um durch riesige Teleskope den Sternenhimmel zu beobachten. Aber, es ist Vollmond und die Sternenwarte geschlossen, weil es am Himmel viel zu hell ist.”Dienstag wieder” sagt die nette Dame von der Sternenwarte  Suuuuuuuuuper. Blöder Mond!

Also fragen wir unseren Hostelbesitzer ob er nicht jemand kennt der uns ein Auto für einen Tag vermachen kann. “Dienstag wieder” sagt er uns. Wir haben uns jetzt halt einfach gesagt es soll so sein, so können wir damit am besten umgehen.

Also quälen wir uns morgens um 3:30Uhr aus dem Bett um pünktlich um 4:00Uhr vor dem Hostal zu stehen und warten eine geschlagene halbe Stunde auf den blöden Touribus und sind bis dahin schon halb erfroren. auf einer zweistündigen Ruckelpistenfahrt (Eingezwängt wie ein Huhn in der Legebaterie, unter mir der Radkasten, links die metallene Seitenwandverkleidung die ganz langsam die Außentemperatur annimmt. Bewegen ist nicht und ich wünsche mir den Konstrukteur dieses Sitzplatzes herbei um ihn mal zwangsweise 2 Stunden diese Fahrt erleben zu lassen. Das Fahrzeug ist übrigens aus Deutschland.)   kamen wir bei “bester” Laune an dem Geysirfeld an. Es ist mit -8°C schmerzhaft kalt und die dünne Luft auf 4300m.ü.M. trägt nicht unbedingt zu unserem Wohlbefinden bei.

Die Geysire sind aber dann hübsch anzuschauen, es kocht, zischt, spritzt, dampft und brodelt aus den Löchern in der Erde. Unser Guide schimpft uns zwar wegen “unerlaubten Entfernens vom Klassenzimmer” (All together now, OK?!?!?), aber warum soll ich mit 20 anderen um einen Geysir drängeln, wenn`s da noch andere gibt? Zum Frühstück verabschiedet sich dann langsam mein Kreislauf (“mir ist zu kalt, die Luft zu dünn und deine heiße Schokolade hast du auch zu schnell auf leeren Magen getrunken”  MEMME!) und erst nach dem dritten Cocatee und einigen besorgten Blicken des Tourguides wird es wieder besser. Heiße Quellen gibt es auch noch. Dort kann man baden, wenn es einem nichts ausmacht sich bei Minusgraden vor 300 Touristen auszuziehen.

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Auf dem Rückweg, auf dem wir alle langsam wieder auftauen, müssen wir dann noch einen Ententeich bestaunen und werden in ein Dorf geschippert, das angeblich auf 4700m.ü.M. liegen soll und in dem nur 4 Familien ganz ursprünglich leben. Wir beschließen beides nicht zu glauben. Bestimmt hauen die “Einheimischen” auch wieder ab, wenn die Touris weg sind.

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Als wir auf dem Weg aber einen völlig zerknautschten Mietwagen sehen, der gerade einen Überschlag hinter sich hat, sind wir doch ein bisschen froh, dass wir in unsere Tourigondel wie die Legebatteriehühnchen sitzen dürfen.

Das schönste an der ganzen Tour? Ganz klar! Die Lachgummis, die Trixi & Mathias (mit Ihnen waren wir auch im Valle de la Luna & Nationalpark Talampaya und haben sie hier wieder getroffen) uns geschenkt haben.

Sorry fürs Schimpfen aber  muss auch mal sein!

Am nächsten Tag dann noch eine Tour, was sollen wir halt auch anders machen? Die war aber richtig nett. Zuerst ging es zu einem Salzsee. Wir wollten schon immer mal wissen, wie es sich anfühlt, wenn man vom sehr salzhaltigen Wasser so hochgeschwemmt wird. Es ist total lustig. Wir haben die ganze Zeit nur gelacht.

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Anschließend wurden wir zu einem kreisrunden Tümpel gefahren, der entstand, weil ein Meteorid eingeschlagen ist. Thorsten ist gleich mal reingesprungen.

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Und zum Schluss gab es bei Pisco Sour (dem eindeutig schmackhaftesten Lebensmittel in ganz Chile) und Chips einen Sonnenuntergang bei einem Salzsee, der nur 10cm tief ist. Und vom Bus aus einen grandiosen Vollmondaufgang.

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Ganz liebe Grüße aus der Wüste, Anette & Thorsten



Viel Nordargentinien

21 11 2010

Wenn man schneller reist, als man schreiben kann, sollte man sich mal Gedanken machen. Aber wir haben nicht mehr viel Zeit in Südamerika und wir wollten gerne noch so viel sehen, deshalb haben wir ein bissle auf`s Tempo gedrückt.

Von San Juan aus haben wir uns zwei “nahegelegene” Nationalparks angeschaut. Die waren nur 400km weg. Also haben wir uns mit einem anderen deutschen Paar zusammen einen Mietwagen genommen und sind da mal schnell hingefahren. Auf dem Weg lag ein Highlight auf das wir uns schon lange gefreut haben. Difunta Correa. Ein Sammelsurium an Dankesgaben an die heilige Difunta Correa (das ist die Dame mit den Flaschen) auf dem Berg, auf dem sie tot gefunden worden sein soll. Skurril und kurios. In einer Art Kapelle ist die Frau mit Ihrem an der Brust liegenden Baby aus Stein nachgebaut. Hier haben die Menschen die Möglichkeit Ihre Wünsche und Hoffnungen zum Ausdruck zu bringen. Und von dieser Möglichkeit wird rege und emotional Gebrauch gemacht. Es hängen Gipsbeine da, um den Dank für die Heilung zum Ausdruck zu bringen, die Menschen haben aber auch Ihre Häuser im Miniaturformat nachgebaut und an diesen Ort gebracht, da Difunta Correa auch beim abzahlen von Darlehen helfen soll.

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Am Abend kamen wir, pünktlich zum Sonnenuntergang im Valle de la luna, dem Mondtal Argentiniens an. Der Wurm, die Sphinx und das U-Boot waren die offiziellen Sandsteinformationen, wir haben auch noch Pilze, Muffins und einen Ottifanten gefunden. Umrahmt wurde die Szenerie von einer rot leuchtenden Steilwand. Die Landschaft hier wurde durch Erosion gebildet, kaum vorstellbar, dass da nicht ein Paar Steinmetzte nachgeholfen haben sollen. Vor vielen Millionen Jahren haben hier noch die Saurier gegrast, in einer Landschaft voller üppiger Vegetation.

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Am Abend hat uns dann die Fruchtpolizei noch ein Zimmer vermittelt. Dank unserer rudimentären Spanischkenntnisse und der Angewohnheit statt auf unverstandene Fragen zu antworten, sondern einfach zu sagen, was man braucht (“Buscamos una habitation”), kamen wir auch an der Kontrolle des freundlichen Obstbullen vorbei und sein Freund/Kollege/Schwager/Bruder kannte einen Freund/Kollegen/Schwager/Bruder der eine schöne Unterkunft für uns hatte. Und wir durften unser Obst behalten.

Tags drauf ging es dann, nach leckerem Frühstück, in den zweiten Nationalpark. In der flirrenden Mittagshitze kamen wir an und bestaunten noch mehr Sandsteinwände und unsere Reisebegleiter, die die Tour auf dem Fahrrad machten.

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Nach  einer weiteren Nachtbusfahrt kehrten wir San Juan den Rücken und erreichten Salta, im Norden Argentiniens. Eine hübsche Stadt mit vielen Kolognialbauten und einem sehr interessanten Museum. Dort sind die Funde einer Grabausgrabung auf einem 6000er Vulkan von 1999 ausgestellt. Es zeigt die Geschichte von rituellen Kinderopfern der Inca und die gefundenen Mumien. Die Kinder wurden ausgesucht, nach Rang, Herkunft und Schönheit. in einigen rituellen Feiern gehuldigt und mit ihrem Eltern  zu Fuß durch das ganze Land geschickt, dann mit Alkohol bewusstlos gemacht und auf dem Vulkan zurückgelassen, wo sie der Kälte wegen aus ihrer Bewusstlosigkeit nicht mehr erwachten und verstarben. Die Inca glaubten, die Kinder würden schlafen und in die Welt der Berge und Götter übergehen. Die Mumien sind die besterhaltendsten natürlichen Mumien der Welt. Sie werden bei -20°C konserviert.

Am nächsten Tag haben wir uns wieder einen Mietwagen genommen und einen Kakteenwald besucht.

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Und hier noch ein paar Eindrücke aus Argentinien, einfach aus dem Bus rausfotografiert:

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Ganz liebe Grüße aus Argentinien.



Hohe Berge, große Vögel & sieben Jahre in Tibet

16 11 2010

Nach nur 3 Wochen in Chile hatten wir “Heimweh” nach Argentinien bekommen und uns von Santiago per Andenüberquerung Richtung Mendoza aufgemacht. Leider bei grauenhaftem Wetter und Magenzustand. Nach einem Steak und leckerem mendozianischem Wein, bemerkten wir schnell, dass wir hier mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht mehr so weiterkommen würden, wie gewünscht. Also musste ein Auto her.

Wir fuhren eine Passstraße durch die Anden, vorbei an der Quelle von Argentiniens berühmtesten Mineralwassers, vorbei an Lamas und gigantischen Aussichten auf den höchsten Bergen der Anden (fast 7000er), hinauf auf atemberaubende Höhen (im wahrsten Sinne des Wortes) und über uns kreisten die Andencondore, die größten fliegenden Vögel der Welt. Es war spektakulär.

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Unser erstes Etappenziel war Uspallata. Eine wunderschöne Oase mitten in den Bergen. Hier wurde der Film “sieben Jahre in Tibet” gedreht. Es ist unglaublich hier.

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Am Tag darauf, besuchten wir die südlichste Incastätte, nicht weit von der chilenischen Grenze entfernt und genossen noch einmal die Aussicht, auf den höchsten Berg der westlichen Hemisphäre, den Aconcagua mit 6962m.

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Und endlich konnten wir etwas ganz typisch argentinisches fotografieren: Opferstätten für Heilige. Was hier aussieht, wie eine Riesenmüllhalde ist eine der vielen Opferstätten im Land für eine Volksheilige Gauchofrau, Defunta Correa. Sie hat ihren Mann in den Wirren des Krieges in der Wüste gesucht und ist dabei verdurstet. Ihr Baby aber überlebte an ihrer Milch spenden Brust. Alle Flaschen die die Argentinier an diese ihnen Heilige Stätte bringen sind immer mit Wasser gefüllt. Die katholische Kirche findet die “heilige” Gauchofrau übrigens nicht so dolle, wie die Argentinier.

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♫and I think to myself: what a wonderful world♫

14 11 2010

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Als wir auf der Osterinsel ankamen und über das Rollfeld schlenderten, hatten wir ein bisschen bammel, weil wir noch keine Unterkunft hatten. Es war aber kein Problem, wir fanden eine schöne Unterkunft mit einem tollen exotischen Garten und netten Leuten.

Am Abend dann saßen da zwei Japaner in unserem Hostel, mit denen wir natürlich ins Gespräch kamen. Außer das die beiden einen etwas anderen Reisestil wie wir pflegen, waren sie uns zunehmend sympatisch und so haben wir beschlossen mit ihnen am nächsten Tag die Insel gemeinsam zu erkunden. Die Beiden reisen für 4 Monate um die Welt und haben jetzt schon über 15 Länder angeschaut, 3 Tage pro Land ist bei Ihnen die Durchschnittliche Aufenthaltsdauer, haben sie uns erzählt. Und wir Jammerlappen brauchen immer wieder eine Auszeit vom Reisen um Eindrücke zu verarbeiten und so!

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Am Sonntag haben wir , unter der ungewohnten, subtropischen Hitze keuchend, einen Vulkan bestiegen. Ein beindruckendes Naturphänomen. Der nicht mehr aktive Vulkan hat in seinem Krater einen See.

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Die Osterinsel ist nicht groß, 15 auf 20km, aber um immer alles zu Fuß zu erkunden, ist es halt doch ein bissle viel. Also musste ein Quad her. “Außerhalb der Ortschaft nur 40km/h fahren!” sagt uns die nette Vermieterin. KLAR! Das Ding hat zwar keinen Tacho, aber Thorsten würde doch NIE schneller wie 40 fahren. Also mit 40km/h (oder maximal 45…)zusammen mit unseren neuen japanischen Freunden über die Insel gebrettert und uns ordentlich dreckig gemacht. Denn Quadfahren macht ja erst auf der Dreckpiste richtig Spaß.

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Und natürlich haben wir (warum fliegt man sonst auch auf die Osterinsel) Moais angeschaut. Stehende, in alle Richtungen umgefallene, eingesunkene und zerbrochene, restaurierte und ramponierte. Sie sind einfach toll und ich weiß nicht mal richtig, warum. Sie stehen da und starren dich an, verfolgen dich. Ein bisschen unheimlich, die Kerle. Aber toll!

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Das Beste war aber, als wir uns zu viert in aller Herrgottsfrühe aus dem Bett quälten, einen Riesenkrach auf der noch schlafenden Insel veranstalteten um den Sonnenaufgang bei den 15 Moais zu verbringen. Wie sie sich ganz langsam schwarz aus der Dunkelheit gegen das heller werdende Licht der Sonne erheben. Mystisch. Wunderschön.

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Einmal begaben wir uns dann noch in die kundigen Hände der Tourismusindustrie und besuchten eine traditionelle Tanzshow, mit leckerem Erdofenessen, Tanzen, Singen und Kriegsbemalung. Und danach gab`s ganz kostenlos den grandiosesten Sternenhimmel. Wie eine riesige Kuppel zieht sich der Himmel mit abertausenden glitzernden Sternen über uns.

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Und, natürlich, haben wir auch wieder den Friedhof besucht (es war ja schließlich auch Allerheiligen) und waren wieder begeistert. In der Nacht brannten 1000de Kerzen, es roch nach Wachs, die Grillen zirpten und das Meer rauschte.

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Wahnsinnig schön war es auf der Osterinsel. Viel zu früh mussten wir die Insel nach einer Woche wieder verlassen. Noch ein Osterinselbier auf dem Flughafen getrunken und schweren Herzens Abschied genommen.



Santiago de Chile

9 11 2010

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Jetzt raucht er wieder!

29 10 2010

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Seit fast einer Woche sind wir schon in Chile. Es ist wunderschön, alles grün und die Natur blüht und sprießt fleißig. Es sieht aus, wie in Neuseeland.

Das Erste, was uns auffiel, war der deutliche Unterschied in der Sprache. kann mal jemand spanisch mit uns sprechen, bitte?!? Wir verstehen nur noch Bahnhof. Alles Wörtersalat. Die Speisekarten: voller unverständlicher Dinge, die wir neuerdings nicht mal mehr aussprechen können. Dann kochen wir eben selbst. Kann man sich ja eh kaum leisten hier.

Als wir den ersten Kulturschock überwunden haben, konnten wir uns wieder auf die geniale Natur konzentrieren. In Puerto Varas, unserer ersten Station, ausführlich den Vulkan Osorno bestaunen, drumherumwandern und uns Lavafelder vom letzten Ausbruch anschauen. Wirklich beeindruckend, mit welcher Macht sich die Lavaschneisen durch die Natur ziehen und erst vom nächsten See gestoppt wurden.

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Nach langem hin und her überlegen, entschieden wir eine kleine Herumreisepause in Pucon einzulegen. Das war das Beste, was wir tun konnten. Pucon ist eine süße, kleine Stadt, unser Hostel ein Paradies und hier gibt’s jede Menge zu unternehmen. Aber das Beste an Pucon ist der Vulkan. Ein perfekter, schneebedeckter Kegel aus dem es oben herausraucht und in der Nacht leuchtet er oben rot. Nicht weil die Lava sichtbar ist, sondern weil die aufsteigenden Rauchwolken von unten von der Lava angestrahlt werden. Wir haben verzweifelt versucht unsere Digitalkamera dazu zu überreden, das doch bitte aufzunehmen, aber sie blieb eisern. Aber zum Glück hatten Alex und Frauke, unsere Reisebekanntschaft aus Lübeck eine Superduperspiegelreflex dabei. Die Bilder gibt’s zu Weihnachten. Ihr könnt euch schon mal freuen.

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Spontan haben wir uns entschieden, ein bissle reiten zu gehen. “Du kannst reiten, Anette? Gut, dann bekommst du das “Crazy Horse”. Wie es Lizzy, unsere Hostelmitbewohnerin aus Neuseeland immer nannte. Sie reist übrigens mit ihrem Mann und 10-Monate –altem Sohn für 10 Wochen durch Südamerika, weil sie beide gerade ihren Job gekündigt haben. Coole SOCKEN, die Drei!

“Und du Thorsten?” “Na, ich brauch’ ein Pferd das den anderen hinterher läuft und genau das macht, was es soll. “Ham’ wer nicht, falscher Ort” meinte der Reiterhofbesitzer. Ganz große Lüge, hat er eben doch gehabt. Die professionellen Reiter sagen immer so böse Sachen wie: “Du must dem Pferd zeigen wer hier der Chef ist.” Ich finde irgendwie das kann man nicht bringen. Wenn es einen doch schon durch die Gegend trägt, sollte man sich doch auch ein wenig erkenntlich zeigen und es zumindest fressen lassen, wann immer es will.

Das Reiten war dann aber doch schön, trotz “Crazy Horse” und dem “Automatik Pferd”.

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Nach einem Tag Nichtstun bei schönstem Wetter und einem gehörigen Schock, weil unsere Kreditkarte nicht mehr wollte, wie wir wollten (Aha, LAN-Airlines hat mal wieder Unsummen auf der Karte geblockt…) waren wir wildentschlossen am nächsten Tag nochmal was zu unternehmen. Also, Räder gemietet und zu einem Wasserfall geheizt. Einem der schönsten, den ich je gefunden habe. Ein ganz besonderer Ort.

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Gestern, es regnete und regnete, sind wir zu den heißen Quellen gefahren. Sehr entspannend. Vor allem für die geschundenen Muskeln (“Crazy Horse” und Drahtesel).

Ganz liebe Grüße aus Pucon, Anette & Thorsten



FAQ

24 10 2010

Die erste Argentinienetappe liegt nun schon hinter uns, wir haben mittlerweile die Grenze zu Chile überquert und weil wir so viel erlebt haben in den vergangen 6 Wochen, möchten wir noch ein wenig erzählen.

Wie war’s im Hostel mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis?

Rausgeschmissen haben sie uns!

In EL Bolson angekommen gingen wir der Empfehlung einer Australierin folgend in ein wirklich cooles Hostel. Das Hostel war eine Art Hippy Kommune mit Hängematten, einem wilden Garten und jede Menge Platz zum Chillen. Leider sehr weit vom Stadtzentrum entfernt, für uns nicht ganz der ideale Ort um die Gegend zu erkunden. Am Nachmittag dann eine Begegnung mit anderen Hostelbesitzern, die uns abwerben wollten. Besserer Preis, mit Frühstück, eigenem Badezimmer und einer Cabin nur für uns. Na gut, dachten wir uns, schauen wir uns das mal an. Gesagt, getan; hingegangen, Cabin gezeigt bekommen, toll gefunden, am nächsten Tag umgezogen und 2 wirklich angenehme Nächte verbracht. Tag 3 am Frühstückstisch sagt Frau Hostelbesitzerin: “Ach, ich möchte Euch noch mitteilen , dass die Cabin ab heute an jemand anderen vermietet ist.” Ach ja, kann man ja mal vergessen, das man gerade Gäste hat.

Ist das Busfahren jetzt angenehm oder nervtötend?

Kommt darauf an…. und zwar auf die Mitreisenden. Schon mal mit einem hyperaktiven Argentinier 24 Stunden im selben Bus verbracht? Nein? Du hast all meinen Neid!

Ansonsten kann Busfahren aber auch wirklich bequem sein.

Schlafend

Was, zum Geier, macht Ihr eigentlich den ganzen Tag?

Also, es ist ein ewiger Kreislauf. Herausfinden, wo wir hinwollen; wie wir dort hinkommen; wo wir dort schlafen; wenn wir dort sind: was können wir dort machen, wie kommen wir am günstigsten dort hin , wo kommen wir an neues Geld. Was essen wir, kochen wir selber, haben wir die Möglichkeiten in unserer Unterkunft zu kochen,…

Das soll jetzt aber keine Beschwerde sein! Wir mögen unsere Reise ganz wirklich.

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Und was würdet Ihr gerne, wenn Ihr es denn sprachlich könntet, mit den Einheimischen besprechen?

Na, unser Gema und GEZ System. Die Feinstaubplaketten, unsere Abgasverordnungen für Heizungssysteme… (Mama, hier hätte sich keiner, wegen 2 cm Kamindurchmesser aufgeregt). Wir stellen uns immer vor wie jemand hier reagieren würde, wenn wir Ihm das alles erzählen würden. Sie würden wahrscheinlich denken, …

Wir haben so viele tolle Menschen kennengelernt!

Tolle Begegnungen haben wir gehabt mit so interessanten Menschen aus aller Welt. Und wenn man viel Zeit zum Reisen bzw. Reden hat, dann  kommen auch ganz häufig tolle Gespräche zu Stande, die über “wo kommt Ihr her?”, “wo geht Ihr hin?”, “was könnt Ihr empfehlen?” hinausgehen.

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Warum erzählt Ihr schon wieder von einem Friedhof?

Weil die Friedhöfe hier ganz arg schön sind und die Gräber so individuell gestaltet. Deswegen schauen wir uns hier so gerne Friedhöfe an. Bilder vom Friedhof in El Bolson:

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Worauf freut Ihr Euch denn am meisten im nächsten Monat?

Auf die Osterinsel. Wir haben tatsächlich einen Flug dorthin gebucht. Am 31. Oktober geht´s los.

Mögen die Argentinier Touristen?

Wenn man sie nicht gerade bei der Siesta stört (Totsünde!!! Und dann noch wegen sowas unwichtigem, wie einem Busticket. Also schnell einen völlig utopischen Preis genannt und schon hat man seine Ruhe). Nein, die Argentinier sind tolle Menschen, freundlich, herzlich, lächelnd, stolz, singend, hilfsbereit und lauthals plappernd.

Manchmal kommt man sich aber auch  abgezockt vor. Wenn Einheimische hier für die Hälfte Fliegen, in manche Nationalparks nur ein Drittel des Eintritts zahlen müssen oder Schokolade zum ermäßigten Preis kaufen können.

Was habt Ihr denn sonst noch lustiges erlebt?

Wir haben einen jungen Mann beim ausparken beobachtet. Nach dem er beim 4 Versuch aus der Parklücke zu kommen keine Lust mehr hatte, hat er kurzer Hand voll eingeschlagen den Vordermann einen halben Meter Stoßstange an Stoßstange nach vorne geschoben und schon war das Problem gelöst. Achso, in der Parklücke hätte locker auch noch ein Fiesta Platz gehabt.

Noch mehr Bilder?

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Noch mehr Patagonien?

20 10 2010

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Als wir uns von Puerto Madryn auf den 1460 km langen Weg Richtung El Calafate (Eine Touristenblase ist übrigens eine Anette-Wortschöpfung und bedeutet, dass ein Ort seine Existenz ausschließlich dem  Tourismus verdankt) gemacht haben, war der eigentliche Plan die legendäre Route 40 (Argentiniens Route 66) zurück in den Norden zu nehmen. Leider gab`s saisonbedingt kein Unternehmen das uns fahren wollte. Damit war klar, wir hatten unseren Trip in den Süden eigentlich “nur” wegen eines Gletschers gemacht.

Als wir ihn dann aber sahen, blau-schimmernd, riesengroß, beindruckend, krachend und knarzend und unter riesigem Getöse Teile in den See abwerfend, wussten wir: “Ja, es war jede nervige Minute im Bus wert.” Der Gletscher ist ca. 5 Km breit ca.13Km lang und die Gletscherkante ragt 60m hoch aus dem See heraus.

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Es hat zwar geregnet, aber das hat die Freude, die wir an unserem Besuch hatten nicht geschmälert.

Zwangsläufig  haben wir also den größten Teil des Weges zurück Richtung Norden, auf der selben langweiligen Straße zurückgelegt.  Die Ostküste Argentiniens hat über 2650 Km von Buenos Aires bis Rio Gallegos landschaftlich nichts zu bieten außer Pampa und Wüstenlandschaft.

Esquel die nächste Ort unserer Wahl ist eine Kleinstadt im Norden Patagoniens. Vor den Stadttoren, oder eher Stadtgattern treiben die Gauchos die Rinder zusammen ( kein Spaß, wir haben`s wirklich gesehen).

Von hier aus ging’s  in den  Parc National los Alerces. Ein netter Opa fährt zwei Mal die Woche mit seinem Kleinbus durch den Nationalpark, schmeißt die Touristen am schönsten Ort des Parks raus und kommt hoffentlich nach ca. 9 Stunden wieder. “Ich fahre heute Abend die Straße gegen 18:45 Uhr zurück. Stellt Euch einfach irgendwo an den Straßenrand, ich nehm Euch dann wieder mit.” Sagte er auf spanisch. Na gut, wenn er es sagt, wird es schon klappen. Es gibt die nächsten 80 km nichts und niemanden,  außer  eben einen wunderschönen Nationalpark, mit tollen Ausblicken auf blaue Bergseen und schneebedeckte Berge. Es ist still und die Luft ist klar. Der Himmel bescherte uns einen wolkenlosen Tag. Es war toll. Hier stehen uralte Bäume, der älteste soll 2700 Jahre alt sein und es wächst Bambus. Eine witzige, uns unbekannte Kombination.

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Ganz liebe Grüße aus Patagonien, Anette & Thorsten