Puerto Madryn & Co

11 10 2010

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Hallo Ihr Lieben,

Wir sind zwar schon, nach 24-stündiger, nervtötender Busfahrt, in El Calafate angekommen, wollen euch die Wal- und Pinguingeschichte aus Puerto Madryn aber natürlich nicht vorenthalten.

Also, die Glattwale kommen jedes Jahr in die schützenden Gewässer vor Puerto Madryn und der Peninsula Valdes um ihre Jungen zu bekommen und eine Weile zu päppeln. Geschützt sind sie hier vor der Strömung, der Kälte und den Killerwalen. Ein klarer Nachteil für “Free-Willy-Geschädigte” wie Anette, denn Orcas sind hier leider weit und breit keine zu sehen. Was Anette in der ersten Euphorie für die Rückenflosse eines Orcas hielt war in Wirklichkeit die Seitenflosse eines Glattwales.

Am nächsten Tag ging es dann, alle überteuerten Touren dankend ablehnend, mit dem Collectivo (dem stinknormalen Einheimischenbus) in den Nationalpark Peninsula Valdes um die friedlichen Riesen zu besuchen. Schnell eine Tour mit perfekt englischsprachiger Begleitung nur für uns (“Ich komme mit und übersetzte für euch.”) gebucht und dann raus aufs Meer. Schon vom Strand aus sehen wir die ersten Wale und es dauert auch nicht lange und wir finden das erste Kalb, wie ein Kind spielt es mit einer Platiktüte, planscht mit der Schwanzflosse hin und her und kommt interessiert näher, schwimmt unter dem Boot hindurch, legt sich seitlich zu uns und schaut uns an. Und auf dem Boot ist es mucksmäuschenstill. Die Mutter taucht auf, aus der Tiefe, plötzlich ist sie da. So ein riesiges Tier, so ruhig und gelassen und majestätisch. Die gigantische Schwanzflosse, mit fünf Meter Länge fast irreal groß, ist direkt am Boot und trotzdem hat keiner Angst. Sie hätte die Kraft problemlos erheblichen Schaden an uns anzurichten. Aber die Tiere strahlen einen solchen Frieden aus, das wir erst später auf die Idee kommen. Mutter und Kind tauchen ab und hinterlassen nur die glatte Wasseroberfläche, als wären sie nie hier gewesen. Immer wieder tauchen Wale um uns auf, oder wir fahren ein Stück zum nächsten hin. Wenn sie Luft holen, stoßen sie zuerst eine V-förmige Fontäne aus und machen dunkle Grunzgeräusche um sich zu verständigen. Unsere Übersetzerin erzählt uns, sie kann die Wale in der Nacht von ihrem Zimmer aus hören und wenn die Tiere im Februar Richtung Südafrika weiterziehen, wird sie immer ein bisschen traurig, denn dann ist das Meer so leer hier.

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Am nächsten Tag, den Kopf noch voller Wale, haben wir eine andere Attraktion der Gegend besucht. Punta Tombo ist der Ort einer riesigen Pinguinkolonie. Hier leben in manchen Jahren bis zu 140.000 Tiere, dieses Jahr aber nur 70.000. Wer die wohl gezählt hat?

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Es regnet und ist bitterkalt, dabei regnet es doch eigentlich NIE in Patagonien. Schon am Parkplatz kommen uns die ersten trolligen Tierchen entgegengewatschelt, oder ist es eher ein Humpeln? Es sieht jedenfalls zum schießen aus und wir möchten sie am liebsten knuddeln. Aber unser Guide warnt uns, wir sollen uns ja nicht beißen lassen, sonst würden wir es nicht vergessen. An diese Warnung erinnern wir uns schnell wieder, als wir sehen, wie ein Pinguin einen anderen Besucher den Weg entlang jagt. “Sie sind sehr territorial” erklärt er uns. Warum hat das Tierchen sein Territorium denn mitten auf der Autobahn??? Es ist toll hier, zum aus-dem-staunen-nicht-mehr-herauskommen.

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So, Morgen früh besuchen wir DEN Gletscher, Perito Moreno, Wir können ihn praktisch schon riechen.

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Ganz liebe Grüße aus El Calafate, einer Touristenblase, Anette & Thorsten



Wir beide im 2. Frühling…

4 10 2010

diesen Jahres, schreiben unseren Blogeintrag schon nicht mehr aus Buenos Aires aber doch noch ein wenig über Buenos Aires.

Die letzte Woche hatte es noch einmal in sich, seit Freitag Mittag haben wir unsere Sprachschule hinter uns gebracht. Der Lernerfolg ist für uns zufriedenstellend. Wir sind nun in der Lage einfache, die Reise betreffende, Fragen zu stellen und wenn jemand ganz langsam, in ganz einfachen Sätzen und nur im Präsens mit uns spricht sind die  Chancen denjenigen zu verstehen ganz gut. Leider macht das natürlich außer der Spanischlehrerin niemand. Am Freitag Abend hieß es dann Abschied nehmen bei einem weiteren argentinischen Steak.

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Auch der vergangene Mittwoch Abend war so toll, dass wir Euch ein wenig davon erzählen wollen. Zusammen mit den anderen Sprachschülern waren wir bei der Sekretärin der Sprachschule eingeladen und haben wahnsinnig leckere Empanadas zusammen gebacken. Epanadas sind, mit was auch immer gefüllte (z.B. Hackfleisch, Hühnchen, Spinat, Schinken-Käse), Teigtaschen, die es in Argentinien in jedem Restaurant zum Essen gibt. Damit man nachher noch erkennt, was drin ist, werden die Empanadas oben immer unterschiedlich zusammengefaltet. Welche Füllung hatte noch mal der mit den komischen Kräuseln? Bei einem Gläschen Wein haben wir dann die Epanadas verputzt und uns ein bisschen vom Leben in Argentinien erzählen lassen.

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Empanada vorm Falten               Empanada fertig zum backen   …Goldbraun.

Und weil`s  so schön war hier noch  weitere Impressionen aus BA.

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Bei einem Gratiskonzert im Teatro San Martin.

Seit heute morgen sind wir in Puerto Madryn ca. 1400 km Straßenkilometer südlich von Buenos Aires entfernt. Das Reisen in “Coche Cama” Bussen ist sehr bequem in Arentininien. Der Sitzkomfort ist irgendwo zwischen Business-Class und First Class im Flugzeug. Deswegen war es für uns auch gar nicht so schlimm die 18 Stunden in einem Rutsch hierher zu fahren.

Nach erfolgreichem Hostelfinden und einem Frühstück sind wir an den Strand gegangen und trauten unseren Augen nicht. Ein Fontäne stäubt aus dem Wasser. Wale??? Wirklich Wale? Einfach so? Oh, wow. Mit den Füßen im Ozean beobachteten wir die verspielten Tiere. Es war wunderschön und wir freuen uns schon wahnsinnig auf`s Wale-watching Morgen.

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Die Wale in Puerto Madryn.

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Ganz liebe Grüße aus Patagonien, Anette & Thorsten



Buenos Aires nach zwei Wochen

28 09 2010

Hallo Ihr lieben Geburtstagskinder, Hochzeitspaare und Kindergartenneuzugänge, Urlauber, Päckchenverschicker und alle die Ihr auch gerne unseren Blog lest.

Wir schreiben (immer noch) aus Buenos Aires. Wir hatten letzte Woche ein bisschen Zeit, die Stadt noch genauer zu erkunden, im Tango die erste Figur zum Grundschritt dazuzulernen, unsere ersten kleinen “Gespräche” in spanischer Sprache zu führen, uns auf einem Einheimischen Markt durch zu futtern und ein Stammlokal zu finden. Wir planen fleißig an unserer Weiterreise Richtung Patagonien und freuen uns schon riesig. Ansonsten genießen wir den Frühling, der wärmer und angenehmer ist als der skandinavische Sommer.

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Letzte Woche haben wir den japanischen Garten im Stadtteil Palermo, dem hippen Nobelviertel in Buenos Aires, besucht. Es ist wunderschön dort. Und das Grün zwischen all den Häusern, Autos und dem Lärm tut extrem gut.

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Das Regierungsgebäude am Plaza de Mayo. Hier sitzt auch eine Frau an der Spitze der Nation, Christina Fernándes de Kirchner.Und rechts eine weitere Impression vom Plaza de Majo aus.

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Links im Hintergrund der/ die/ das Obelisk. rechts ein Teil der Avenida 9 de Julio. Mit schlappen 22 Spuren die angeblich breiteste Straße der Welt. Wir brauchen immer zwei Grünphasen um drüber zu kommen. Wenn man rennt, schafft man es angeblich auch in einer.

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Der schönste Buchladen in Buenos Aires ist nur drei Blocks von unserer Unterkunft weg und in einem alten Theater untergebracht. Hinter dem Vorhang ist ein kleines Kaffee in dem man in spanischen Büchern stöbern kann “wenn wir denn könnten”. BA-parque ecologico 2Kopie

Parque Natural y Reservat Ecológica ist der Stadt auf der Seeseite vorgelagert und eine willkommene Abwechslung zum Stadtlärm. Hier hörten wir endlich mal wieder Vögel zwitschern.

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In Puerto Madero, dem schicken Hafenviertel.

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Klein-Valentino hilft beim Hausaufgaben machen. Es ist ja immer gut einen “Muttersprachler” an seiner Seite zu haben. Leider tun wir uns beide mit der spanischen Sprache noch etwas schwer…

Ganz liebe Grüße aus Buenos Aires und bis nächste Woche, Anette & Thorsten



Buenos Aires nach einer Woche

19 09 2010

Hallo Ihr Lieben,

Ja, wir sind wirklich schon eine ganze Woche hier und haben viel erlebt. Wir gehen unsere ersten zaghaften Schritte hinein in die Spanische Sprache, auf der Tangotanzfläche und in den argentinischen Frühling. Feliz Primavera! Nächste Woche ist Frühlingsanfang. Am Freitag Abend waren wir mit Hede, Ynama und Gerome aus unserer Spanischklasse bei unserer ersten Tangostunde und haben die Grundschritte gelernt. Es klappt schon ganz gut, aber (entschuldige, Papa, dass ich diese Frage stelle…) hat diese Musik einen Rhythmus? Wo ist denn da die “eins”??? Wir suchen nächste Woche weiter. Die nächste Tanzstunde ist schon bezahlt. Bis dahin bekommen wir auf der Straße immer wieder Inspirationen, wie es aussehen könnte, wenn wir die “eins” gefunden haben.

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Am Samstag waren wir auf dem berühmten Friedhof in Recoleta, auf dem auch Evita Perón begraben ist. Dort gibt es nur Mausoleen. Wirklich beeindruckend und so ganz anders, als bei uns. Die Särge sind sichtbar in den kleinen Gebäuden, zum Teil aufgestapelt, zum Teil im Untergeschoss aufbewahrt, Manchmal mit Bildern der Verstorbenen. Teils mit Pflanzen überwuchert und verfallen, teils tiptop blankgeputzt und hinter den Särgen stehen dann Schaufel, Besen und Staubwedel. Es ist ein magischer Ort.

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Anschließend saßen wir eine Weile in einem Park, vor einer monumentalen 18- Tonnen- Blüte und haben artig Hausaufgaben gemacht.

BA-Recoleta27-Kopie Am Morgen öffnet sich die Blüte und am Abend schließt sie sich wieder. Ich möchte irgendwann mal hingehen und dabei zuschauen, ich stelle mir nämlich vor, dass es furchtbar quietscht.

BA-Recoleta23-Kopie Nach unserem ersten Schluck Matetee. Ein ganz typisches Getränkt in Südamerika. Die kleingehackten Teeblätter kommen in eine Mateteetasse, fast jeder Schluck wird neu aufgegossen und getrunken wird mit einem Metallstrohhalm mit Sieb unten dran. Es schmeckt… wie soll ich das beschreiben? Anders… sehr kräftig und wenn man den ersten Überraschungsmoment überwunden hat, schmeckt es mit jedem Schluck besser.

Den Rest der Woche waren wir in der Schule und haben uns aufs Lernen konzentriert. Und das sieht dann so aus:

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Und hier noch ein paar Eindrücke aus Buenos Aires, das wir mehr und mehr zu lieben beginnen.

BA Valentino-Kopie Anette mit Klein-Valentino, Lidias Enkel, in unserem Zimmer.

BA-Recoleta2-Kopie Ganz typisch: Die Gassigeher. Sie überschwemmen am späten Morgen die Straßen und bevölkern die Parks.

BA-Recoleta20-Kopie und ein bisschen Momentmagie.

Ganz liebe Grüße aus Buenos Aires, Anette & Thorsten



Hola

15 09 2010

Wie Ihr bestimmt schon erwartet habt schreiben wir Euch diesen Blogbeitrag aus Buenos Aires der schillernden Hauptstadt Argentiniens. Und natürlich haben wir vor, weiterhin unseren Wochenrytmus beim Blogschreiben einzuhalten.

Seit Freitag sind wir, nach 24-stündiger Anreise, bei Lidia, unserer Gastgeberin während unserer 3-wöchigen Sprachschulzeit, angekommen. Sie vermietet Ihre 5-Zimmer-Wohnung regelmäßig an 5 junge Leute, die hier während was auch immer ihre Zeit in Buenos Aires verbringen. Sie selbst lebt mit Hund, Enkel in einem der Zimmer und teilt mit allen hier Anwesenden Küche und Bad. Im Esszimmer und Wohnzimmer laufen den ganzen Tag die Fernseher. Ach und gestern haben wir festgestellt das der ungefähr 40 jährige Sohn auch hier lebt. Ist a bissle unübersichtlich hier. Aber total nett. Wir fühlen und wohl und sagen schon immer:”Wir gehen heim.”

 

Wir haben uns ja absichtlich für diese Variante der Unterkunft entschieden.für nur ca.100€ mehr hätten wir hier in Buenos Aires auch ein 2 Zimmer Apartment bekommen, haben aber aus Gründen des Spanisch Lernens diese Variante gewählt. Mit uns leben hier eine junge Dame aus Paraguay und zwei junge Damen aus Italien und alle sprechen so schlecht Englisch, dass wir um mit Ihnen zu kommunizieren das Internet Übersetzungstool bemühen müssen. Tja, nur so lernt man`s. Heute jedenfalls haben wir noch die Hoffnung das wir in 3 Wochen ohne G…..Übersetzung auskommen, wir halten Euch bezüglich der Lernfortschritte auf dem Laufenden.

Die Sprachschule hat nun schon begonnen und so sitzen wir 4 Stunden am Tag im Klassenzimmer und versuchen uns schnellst möglich die spanische Sprache anzueignen. Das schöne ist das  wenn um halb 2 die Schule aus ist ein herrliches Steak auf uns wartet, die Steaks hier kann man nicht beschreiben die muss man einfach gegessen haben. Heute gab’s nach dem Steak noch das mit weitem Abstand beste Tiramisu, dass wir je gegessen haben. War eine Empfehlung des ca. 80-jährigen Herren, der am Nebentisch saß. Mmmmmmmmm.

Leider gibt’s noch keine Bilder, nur schnöden Text. Aber nächste Woche holen wir’s nach. Versprochen.

Ganz liebe Grüße aus Argentinien, Anette & Thorsten



Hallo Welt!

3 03 2010