Die Wasserfälle von Iguazú
27 11 2010 Kommentare : 4 Kommentare »Kategorien : Argentinien, Südamerika
Wenn man schneller reist, als man schreiben kann, sollte man sich mal Gedanken machen. Aber wir haben nicht mehr viel Zeit in Südamerika und wir wollten gerne noch so viel sehen, deshalb haben wir ein bissle auf`s Tempo gedrückt.
Von San Juan aus haben wir uns zwei “nahegelegene” Nationalparks angeschaut. Die waren nur 400km weg. Also haben wir uns mit einem anderen deutschen Paar zusammen einen Mietwagen genommen und sind da mal schnell hingefahren. Auf dem Weg lag ein Highlight auf das wir uns schon lange gefreut haben. Difunta Correa. Ein Sammelsurium an Dankesgaben an die heilige Difunta Correa (das ist die Dame mit den Flaschen) auf dem Berg, auf dem sie tot gefunden worden sein soll. Skurril und kurios. In einer Art Kapelle ist die Frau mit Ihrem an der Brust liegenden Baby aus Stein nachgebaut. Hier haben die Menschen die Möglichkeit Ihre Wünsche und Hoffnungen zum Ausdruck zu bringen. Und von dieser Möglichkeit wird rege und emotional Gebrauch gemacht. Es hängen Gipsbeine da, um den Dank für die Heilung zum Ausdruck zu bringen, die Menschen haben aber auch Ihre Häuser im Miniaturformat nachgebaut und an diesen Ort gebracht, da Difunta Correa auch beim abzahlen von Darlehen helfen soll.
Am Abend kamen wir, pünktlich zum Sonnenuntergang im Valle de la luna, dem Mondtal Argentiniens an. Der Wurm, die Sphinx und das U-Boot waren die offiziellen Sandsteinformationen, wir haben auch noch Pilze, Muffins und einen Ottifanten gefunden. Umrahmt wurde die Szenerie von einer rot leuchtenden Steilwand. Die Landschaft hier wurde durch Erosion gebildet, kaum vorstellbar, dass da nicht ein Paar Steinmetzte nachgeholfen haben sollen. Vor vielen Millionen Jahren haben hier noch die Saurier gegrast, in einer Landschaft voller üppiger Vegetation.
Am Abend hat uns dann die Fruchtpolizei noch ein Zimmer vermittelt. Dank unserer rudimentären Spanischkenntnisse und der Angewohnheit statt auf unverstandene Fragen zu antworten, sondern einfach zu sagen, was man braucht (“Buscamos una habitation”), kamen wir auch an der Kontrolle des freundlichen Obstbullen vorbei und sein Freund/Kollege/Schwager/Bruder kannte einen Freund/Kollegen/Schwager/Bruder der eine schöne Unterkunft für uns hatte. Und wir durften unser Obst behalten.
Tags drauf ging es dann, nach leckerem Frühstück, in den zweiten Nationalpark. In der flirrenden Mittagshitze kamen wir an und bestaunten noch mehr Sandsteinwände und unsere Reisebegleiter, die die Tour auf dem Fahrrad machten.
Nach einer weiteren Nachtbusfahrt kehrten wir San Juan den Rücken und erreichten Salta, im Norden Argentiniens. Eine hübsche Stadt mit vielen Kolognialbauten und einem sehr interessanten Museum. Dort sind die Funde einer Grabausgrabung auf einem 6000er Vulkan von 1999 ausgestellt. Es zeigt die Geschichte von rituellen Kinderopfern der Inca und die gefundenen Mumien. Die Kinder wurden ausgesucht, nach Rang, Herkunft und Schönheit. in einigen rituellen Feiern gehuldigt und mit ihrem Eltern zu Fuß durch das ganze Land geschickt, dann mit Alkohol bewusstlos gemacht und auf dem Vulkan zurückgelassen, wo sie der Kälte wegen aus ihrer Bewusstlosigkeit nicht mehr erwachten und verstarben. Die Inca glaubten, die Kinder würden schlafen und in die Welt der Berge und Götter übergehen. Die Mumien sind die besterhaltendsten natürlichen Mumien der Welt. Sie werden bei -20°C konserviert.
Am nächsten Tag haben wir uns wieder einen Mietwagen genommen und einen Kakteenwald besucht.
Und hier noch ein paar Eindrücke aus Argentinien, einfach aus dem Bus rausfotografiert:
Ganz liebe Grüße aus Argentinien.
Nach nur 3 Wochen in Chile hatten wir “Heimweh” nach Argentinien bekommen und uns von Santiago per Andenüberquerung Richtung Mendoza aufgemacht. Leider bei grauenhaftem Wetter und Magenzustand. Nach einem Steak und leckerem mendozianischem Wein, bemerkten wir schnell, dass wir hier mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht mehr so weiterkommen würden, wie gewünscht. Also musste ein Auto her.
Wir fuhren eine Passstraße durch die Anden, vorbei an der Quelle von Argentiniens berühmtesten Mineralwassers, vorbei an Lamas und gigantischen Aussichten auf den höchsten Bergen der Anden (fast 7000er), hinauf auf atemberaubende Höhen (im wahrsten Sinne des Wortes) und über uns kreisten die Andencondore, die größten fliegenden Vögel der Welt. Es war spektakulär.
Unser erstes Etappenziel war Uspallata. Eine wunderschöne Oase mitten in den Bergen. Hier wurde der Film “sieben Jahre in Tibet” gedreht. Es ist unglaublich hier.
Am Tag darauf, besuchten wir die südlichste Incastätte, nicht weit von der chilenischen Grenze entfernt und genossen noch einmal die Aussicht, auf den höchsten Berg der westlichen Hemisphäre, den Aconcagua mit 6962m.
Und endlich konnten wir etwas ganz typisch argentinisches fotografieren: Opferstätten für Heilige. Was hier aussieht, wie eine Riesenmüllhalde ist eine der vielen Opferstätten im Land für eine Volksheilige Gauchofrau, Defunta Correa. Sie hat ihren Mann in den Wirren des Krieges in der Wüste gesucht und ist dabei verdurstet. Ihr Baby aber überlebte an ihrer Milch spenden Brust. Alle Flaschen die die Argentinier an diese ihnen Heilige Stätte bringen sind immer mit Wasser gefüllt. Die katholische Kirche findet die “heilige” Gauchofrau übrigens nicht so dolle, wie die Argentinier.
Die erste Argentinienetappe liegt nun schon hinter uns, wir haben mittlerweile die Grenze zu Chile überquert und weil wir so viel erlebt haben in den vergangen 6 Wochen, möchten wir noch ein wenig erzählen.
Wie war’s im Hostel mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis?
Rausgeschmissen haben sie uns!
In EL Bolson angekommen gingen wir der Empfehlung einer Australierin folgend in ein wirklich cooles Hostel. Das Hostel war eine Art Hippy Kommune mit Hängematten, einem wilden Garten und jede Menge Platz zum Chillen. Leider sehr weit vom Stadtzentrum entfernt, für uns nicht ganz der ideale Ort um die Gegend zu erkunden. Am Nachmittag dann eine Begegnung mit anderen Hostelbesitzern, die uns abwerben wollten. Besserer Preis, mit Frühstück, eigenem Badezimmer und einer Cabin nur für uns. Na gut, dachten wir uns, schauen wir uns das mal an. Gesagt, getan; hingegangen, Cabin gezeigt bekommen, toll gefunden, am nächsten Tag umgezogen und 2 wirklich angenehme Nächte verbracht. Tag 3 am Frühstückstisch sagt Frau Hostelbesitzerin: “Ach, ich möchte Euch noch mitteilen , dass die Cabin ab heute an jemand anderen vermietet ist.” Ach ja, kann man ja mal vergessen, das man gerade Gäste hat.
Ist das Busfahren jetzt angenehm oder nervtötend?
Kommt darauf an…. und zwar auf die Mitreisenden. Schon mal mit einem hyperaktiven Argentinier 24 Stunden im selben Bus verbracht? Nein? Du hast all meinen Neid!
Ansonsten kann Busfahren aber auch wirklich bequem sein.
Was, zum Geier, macht Ihr eigentlich den ganzen Tag?
Also, es ist ein ewiger Kreislauf. Herausfinden, wo wir hinwollen; wie wir dort hinkommen; wo wir dort schlafen; wenn wir dort sind: was können wir dort machen, wie kommen wir am günstigsten dort hin , wo kommen wir an neues Geld. Was essen wir, kochen wir selber, haben wir die Möglichkeiten in unserer Unterkunft zu kochen,…
Das soll jetzt aber keine Beschwerde sein! Wir mögen unsere Reise ganz wirklich.
Und was würdet Ihr gerne, wenn Ihr es denn sprachlich könntet, mit den Einheimischen besprechen?
Na, unser Gema und GEZ System. Die Feinstaubplaketten, unsere Abgasverordnungen für Heizungssysteme… (Mama, hier hätte sich keiner, wegen 2 cm Kamindurchmesser aufgeregt). Wir stellen uns immer vor wie jemand hier reagieren würde, wenn wir Ihm das alles erzählen würden. Sie würden wahrscheinlich denken, …
Wir haben so viele tolle Menschen kennengelernt!
Tolle Begegnungen haben wir gehabt mit so interessanten Menschen aus aller Welt. Und wenn man viel Zeit zum Reisen bzw. Reden hat, dann kommen auch ganz häufig tolle Gespräche zu Stande, die über “wo kommt Ihr her?”, “wo geht Ihr hin?”, “was könnt Ihr empfehlen?” hinausgehen.
Warum erzählt Ihr schon wieder von einem Friedhof?
Weil die Friedhöfe hier ganz arg schön sind und die Gräber so individuell gestaltet. Deswegen schauen wir uns hier so gerne Friedhöfe an. Bilder vom Friedhof in El Bolson:
Worauf freut Ihr Euch denn am meisten im nächsten Monat?
Auf die Osterinsel. Wir haben tatsächlich einen Flug dorthin gebucht. Am 31. Oktober geht´s los.
Mögen die Argentinier Touristen?
Wenn man sie nicht gerade bei der Siesta stört (Totsünde!!! Und dann noch wegen sowas unwichtigem, wie einem Busticket. Also schnell einen völlig utopischen Preis genannt und schon hat man seine Ruhe). Nein, die Argentinier sind tolle Menschen, freundlich, herzlich, lächelnd, stolz, singend, hilfsbereit und lauthals plappernd.
Manchmal kommt man sich aber auch abgezockt vor. Wenn Einheimische hier für die Hälfte Fliegen, in manche Nationalparks nur ein Drittel des Eintritts zahlen müssen oder Schokolade zum ermäßigten Preis kaufen können.
Was habt Ihr denn sonst noch lustiges erlebt?
Wir haben einen jungen Mann beim ausparken beobachtet. Nach dem er beim 4 Versuch aus der Parklücke zu kommen keine Lust mehr hatte, hat er kurzer Hand voll eingeschlagen den Vordermann einen halben Meter Stoßstange an Stoßstange nach vorne geschoben und schon war das Problem gelöst. Achso, in der Parklücke hätte locker auch noch ein Fiesta Platz gehabt.
Noch mehr Bilder?
Als wir uns von Puerto Madryn auf den 1460 km langen Weg Richtung El Calafate (Eine Touristenblase ist übrigens eine Anette-Wortschöpfung und bedeutet, dass ein Ort seine Existenz ausschließlich dem Tourismus verdankt) gemacht haben, war der eigentliche Plan die legendäre Route 40 (Argentiniens Route 66) zurück in den Norden zu nehmen. Leider gab`s saisonbedingt kein Unternehmen das uns fahren wollte. Damit war klar, wir hatten unseren Trip in den Süden eigentlich “nur” wegen eines Gletschers gemacht.
Als wir ihn dann aber sahen, blau-schimmernd, riesengroß, beindruckend, krachend und knarzend und unter riesigem Getöse Teile in den See abwerfend, wussten wir: “Ja, es war jede nervige Minute im Bus wert.” Der Gletscher ist ca. 5 Km breit ca.13Km lang und die Gletscherkante ragt 60m hoch aus dem See heraus.
Es hat zwar geregnet, aber das hat die Freude, die wir an unserem Besuch hatten nicht geschmälert.
Zwangsläufig haben wir also den größten Teil des Weges zurück Richtung Norden, auf der selben langweiligen Straße zurückgelegt. Die Ostküste Argentiniens hat über 2650 Km von Buenos Aires bis Rio Gallegos landschaftlich nichts zu bieten außer Pampa und Wüstenlandschaft.
Esquel die nächste Ort unserer Wahl ist eine Kleinstadt im Norden Patagoniens. Vor den Stadttoren, oder eher Stadtgattern treiben die Gauchos die Rinder zusammen ( kein Spaß, wir haben`s wirklich gesehen).
Von hier aus ging’s in den Parc National los Alerces. Ein netter Opa fährt zwei Mal die Woche mit seinem Kleinbus durch den Nationalpark, schmeißt die Touristen am schönsten Ort des Parks raus und kommt hoffentlich nach ca. 9 Stunden wieder. “Ich fahre heute Abend die Straße gegen 18:45 Uhr zurück. Stellt Euch einfach irgendwo an den Straßenrand, ich nehm Euch dann wieder mit.” Sagte er auf spanisch. Na gut, wenn er es sagt, wird es schon klappen. Es gibt die nächsten 80 km nichts und niemanden, außer eben einen wunderschönen Nationalpark, mit tollen Ausblicken auf blaue Bergseen und schneebedeckte Berge. Es ist still und die Luft ist klar. Der Himmel bescherte uns einen wolkenlosen Tag. Es war toll. Hier stehen uralte Bäume, der älteste soll 2700 Jahre alt sein und es wächst Bambus. Eine witzige, uns unbekannte Kombination.
Ganz liebe Grüße aus Patagonien, Anette & Thorsten
Hallo Ihr Lieben,
Wir sind zwar schon, nach 24-stündiger, nervtötender Busfahrt, in El Calafate angekommen, wollen euch die Wal- und Pinguingeschichte aus Puerto Madryn aber natürlich nicht vorenthalten.
Also, die Glattwale kommen jedes Jahr in die schützenden Gewässer vor Puerto Madryn und der Peninsula Valdes um ihre Jungen zu bekommen und eine Weile zu päppeln. Geschützt sind sie hier vor der Strömung, der Kälte und den Killerwalen. Ein klarer Nachteil für “Free-Willy-Geschädigte” wie Anette, denn Orcas sind hier leider weit und breit keine zu sehen. Was Anette in der ersten Euphorie für die Rückenflosse eines Orcas hielt war in Wirklichkeit die Seitenflosse eines Glattwales.
Am nächsten Tag ging es dann, alle überteuerten Touren dankend ablehnend, mit dem Collectivo (dem stinknormalen Einheimischenbus) in den Nationalpark Peninsula Valdes um die friedlichen Riesen zu besuchen. Schnell eine Tour mit perfekt englischsprachiger Begleitung nur für uns (“Ich komme mit und übersetzte für euch.”) gebucht und dann raus aufs Meer. Schon vom Strand aus sehen wir die ersten Wale und es dauert auch nicht lange und wir finden das erste Kalb, wie ein Kind spielt es mit einer Platiktüte, planscht mit der Schwanzflosse hin und her und kommt interessiert näher, schwimmt unter dem Boot hindurch, legt sich seitlich zu uns und schaut uns an. Und auf dem Boot ist es mucksmäuschenstill. Die Mutter taucht auf, aus der Tiefe, plötzlich ist sie da. So ein riesiges Tier, so ruhig und gelassen und majestätisch. Die gigantische Schwanzflosse, mit fünf Meter Länge fast irreal groß, ist direkt am Boot und trotzdem hat keiner Angst. Sie hätte die Kraft problemlos erheblichen Schaden an uns anzurichten. Aber die Tiere strahlen einen solchen Frieden aus, das wir erst später auf die Idee kommen. Mutter und Kind tauchen ab und hinterlassen nur die glatte Wasseroberfläche, als wären sie nie hier gewesen. Immer wieder tauchen Wale um uns auf, oder wir fahren ein Stück zum nächsten hin. Wenn sie Luft holen, stoßen sie zuerst eine V-förmige Fontäne aus und machen dunkle Grunzgeräusche um sich zu verständigen. Unsere Übersetzerin erzählt uns, sie kann die Wale in der Nacht von ihrem Zimmer aus hören und wenn die Tiere im Februar Richtung Südafrika weiterziehen, wird sie immer ein bisschen traurig, denn dann ist das Meer so leer hier.
Am nächsten Tag, den Kopf noch voller Wale, haben wir eine andere Attraktion der Gegend besucht. Punta Tombo ist der Ort einer riesigen Pinguinkolonie. Hier leben in manchen Jahren bis zu 140.000 Tiere, dieses Jahr aber nur 70.000. Wer die wohl gezählt hat?
Es regnet und ist bitterkalt, dabei regnet es doch eigentlich NIE in Patagonien. Schon am Parkplatz kommen uns die ersten trolligen Tierchen entgegengewatschelt, oder ist es eher ein Humpeln? Es sieht jedenfalls zum schießen aus und wir möchten sie am liebsten knuddeln. Aber unser Guide warnt uns, wir sollen uns ja nicht beißen lassen, sonst würden wir es nicht vergessen. An diese Warnung erinnern wir uns schnell wieder, als wir sehen, wie ein Pinguin einen anderen Besucher den Weg entlang jagt. “Sie sind sehr territorial” erklärt er uns. Warum hat das Tierchen sein Territorium denn mitten auf der Autobahn??? Es ist toll hier, zum aus-dem-staunen-nicht-mehr-herauskommen.
So, Morgen früh besuchen wir DEN Gletscher, Perito Moreno, Wir können ihn praktisch schon riechen.
Ganz liebe Grüße aus El Calafate, einer Touristenblase, Anette & Thorsten
diesen Jahres, schreiben unseren Blogeintrag schon nicht mehr aus Buenos Aires aber doch noch ein wenig über Buenos Aires.
Die letzte Woche hatte es noch einmal in sich, seit Freitag Mittag haben wir unsere Sprachschule hinter uns gebracht. Der Lernerfolg ist für uns zufriedenstellend. Wir sind nun in der Lage einfache, die Reise betreffende, Fragen zu stellen und wenn jemand ganz langsam, in ganz einfachen Sätzen und nur im Präsens mit uns spricht sind die Chancen denjenigen zu verstehen ganz gut. Leider macht das natürlich außer der Spanischlehrerin niemand. Am Freitag Abend hieß es dann Abschied nehmen bei einem weiteren argentinischen Steak.
Auch der vergangene Mittwoch Abend war so toll, dass wir Euch ein wenig davon erzählen wollen. Zusammen mit den anderen Sprachschülern waren wir bei der Sekretärin der Sprachschule eingeladen und haben wahnsinnig leckere Empanadas zusammen gebacken. Epanadas sind, mit was auch immer gefüllte (z.B. Hackfleisch, Hühnchen, Spinat, Schinken-Käse), Teigtaschen, die es in Argentinien in jedem Restaurant zum Essen gibt. Damit man nachher noch erkennt, was drin ist, werden die Empanadas oben immer unterschiedlich zusammengefaltet. Welche Füllung hatte noch mal der mit den komischen Kräuseln? Bei einem Gläschen Wein haben wir dann die Epanadas verputzt und uns ein bisschen vom Leben in Argentinien erzählen lassen.
Empanada vorm Falten Empanada fertig zum backen …Goldbraun.
Und weil`s so schön war hier noch weitere Impressionen aus BA.
Bei einem Gratiskonzert im Teatro San Martin.
Seit heute morgen sind wir in Puerto Madryn ca. 1400 km Straßenkilometer südlich von Buenos Aires entfernt. Das Reisen in “Coche Cama” Bussen ist sehr bequem in Arentininien. Der Sitzkomfort ist irgendwo zwischen Business-Class und First Class im Flugzeug. Deswegen war es für uns auch gar nicht so schlimm die 18 Stunden in einem Rutsch hierher zu fahren.
Nach erfolgreichem Hostelfinden und einem Frühstück sind wir an den Strand gegangen und trauten unseren Augen nicht. Ein Fontäne stäubt aus dem Wasser. Wale??? Wirklich Wale? Einfach so? Oh, wow. Mit den Füßen im Ozean beobachteten wir die verspielten Tiere. Es war wunderschön und wir freuen uns schon wahnsinnig auf`s Wale-watching Morgen.
Die Wale in Puerto Madryn.
Ganz liebe Grüße aus Patagonien, Anette & Thorsten
Hallo Ihr lieben Geburtstagskinder, Hochzeitspaare und Kindergartenneuzugänge, Urlauber, Päckchenverschicker und alle die Ihr auch gerne unseren Blog lest.
Wir schreiben (immer noch) aus Buenos Aires. Wir hatten letzte Woche ein bisschen Zeit, die Stadt noch genauer zu erkunden, im Tango die erste Figur zum Grundschritt dazuzulernen, unsere ersten kleinen “Gespräche” in spanischer Sprache zu führen, uns auf einem Einheimischen Markt durch zu futtern und ein Stammlokal zu finden. Wir planen fleißig an unserer Weiterreise Richtung Patagonien und freuen uns schon riesig. Ansonsten genießen wir den Frühling, der wärmer und angenehmer ist als der skandinavische Sommer.
Letzte Woche haben wir den japanischen Garten im Stadtteil Palermo, dem hippen Nobelviertel in Buenos Aires, besucht. Es ist wunderschön dort. Und das Grün zwischen all den Häusern, Autos und dem Lärm tut extrem gut.
Das Regierungsgebäude am Plaza de Mayo. Hier sitzt auch eine Frau an der Spitze der Nation, Christina Fernándes de Kirchner.Und rechts eine weitere Impression vom Plaza de Majo aus.
Links im Hintergrund der/ die/ das Obelisk. rechts ein Teil der Avenida 9 de Julio. Mit schlappen 22 Spuren die angeblich breiteste Straße der Welt. Wir brauchen immer zwei Grünphasen um drüber zu kommen. Wenn man rennt, schafft man es angeblich auch in einer.
Der schönste Buchladen in Buenos Aires ist nur drei Blocks von unserer Unterkunft weg und in einem alten Theater untergebracht. Hinter dem Vorhang ist ein kleines Kaffee in dem man in spanischen Büchern stöbern kann “wenn wir denn könnten”. ![]()
Parque Natural y Reservat Ecológica ist der Stadt auf der Seeseite vorgelagert und eine willkommene Abwechslung zum Stadtlärm. Hier hörten wir endlich mal wieder Vögel zwitschern.
In Puerto Madero, dem schicken Hafenviertel.
Klein-Valentino hilft beim Hausaufgaben machen. Es ist ja immer gut einen “Muttersprachler” an seiner Seite zu haben. Leider tun wir uns beide mit der spanischen Sprache noch etwas schwer…
Ganz liebe Grüße aus Buenos Aires und bis nächste Woche, Anette & Thorsten
Hallo Ihr Lieben,
Ja, wir sind wirklich schon eine ganze Woche hier und haben viel erlebt. Wir gehen unsere ersten zaghaften Schritte hinein in die Spanische Sprache, auf der Tangotanzfläche und in den argentinischen Frühling. Feliz Primavera! Nächste Woche ist Frühlingsanfang. Am Freitag Abend waren wir mit Hede, Ynama und Gerome aus unserer Spanischklasse bei unserer ersten Tangostunde und haben die Grundschritte gelernt. Es klappt schon ganz gut, aber (entschuldige, Papa, dass ich diese Frage stelle…) hat diese Musik einen Rhythmus? Wo ist denn da die “eins”??? Wir suchen nächste Woche weiter. Die nächste Tanzstunde ist schon bezahlt. Bis dahin bekommen wir auf der Straße immer wieder Inspirationen, wie es aussehen könnte, wenn wir die “eins” gefunden haben.
Am Samstag waren wir auf dem berühmten Friedhof in Recoleta, auf dem auch Evita Perón begraben ist. Dort gibt es nur Mausoleen. Wirklich beeindruckend und so ganz anders, als bei uns. Die Särge sind sichtbar in den kleinen Gebäuden, zum Teil aufgestapelt, zum Teil im Untergeschoss aufbewahrt, Manchmal mit Bildern der Verstorbenen. Teils mit Pflanzen überwuchert und verfallen, teils tiptop blankgeputzt und hinter den Särgen stehen dann Schaufel, Besen und Staubwedel. Es ist ein magischer Ort.
Anschließend saßen wir eine Weile in einem Park, vor einer monumentalen 18- Tonnen- Blüte und haben artig Hausaufgaben gemacht.
Am Morgen öffnet sich die Blüte und am Abend schließt sie sich wieder. Ich möchte irgendwann mal hingehen und dabei zuschauen, ich stelle mir nämlich vor, dass es furchtbar quietscht.
Nach unserem ersten Schluck Matetee. Ein ganz typisches Getränkt in Südamerika. Die kleingehackten Teeblätter kommen in eine Mateteetasse, fast jeder Schluck wird neu aufgegossen und getrunken wird mit einem Metallstrohhalm mit Sieb unten dran. Es schmeckt… wie soll ich das beschreiben? Anders… sehr kräftig und wenn man den ersten Überraschungsmoment überwunden hat, schmeckt es mit jedem Schluck besser.
Den Rest der Woche waren wir in der Schule und haben uns aufs Lernen konzentriert. Und das sieht dann so aus:
Und hier noch ein paar Eindrücke aus Buenos Aires, das wir mehr und mehr zu lieben beginnen.
Anette mit Klein-Valentino, Lidias Enkel, in unserem Zimmer.
Ganz typisch: Die Gassigeher. Sie überschwemmen am späten Morgen die Straßen und bevölkern die Parks.
Ganz liebe Grüße aus Buenos Aires, Anette & Thorsten
Wie Ihr bestimmt schon erwartet habt schreiben wir Euch diesen Blogbeitrag aus Buenos Aires der schillernden Hauptstadt Argentiniens. Und natürlich haben wir vor, weiterhin unseren Wochenrytmus beim Blogschreiben einzuhalten.
Seit Freitag sind wir, nach 24-stündiger Anreise, bei Lidia, unserer Gastgeberin während unserer 3-wöchigen Sprachschulzeit, angekommen. Sie vermietet Ihre 5-Zimmer-Wohnung regelmäßig an 5 junge Leute, die hier während was auch immer ihre Zeit in Buenos Aires verbringen. Sie selbst lebt mit Hund, Enkel in einem der Zimmer und teilt mit allen hier Anwesenden Küche und Bad. Im Esszimmer und Wohnzimmer laufen den ganzen Tag die Fernseher. Ach und gestern haben wir festgestellt das der ungefähr 40 jährige Sohn auch hier lebt. Ist a bissle unübersichtlich hier. Aber total nett. Wir fühlen und wohl und sagen schon immer:”Wir gehen heim.”
Wir haben uns ja absichtlich für diese Variante der Unterkunft entschieden.für nur ca.100€ mehr hätten wir hier in Buenos Aires auch ein 2 Zimmer Apartment bekommen, haben aber aus Gründen des Spanisch Lernens diese Variante gewählt. Mit uns leben hier eine junge Dame aus Paraguay und zwei junge Damen aus Italien und alle sprechen so schlecht Englisch, dass wir um mit Ihnen zu kommunizieren das Internet Übersetzungstool bemühen müssen. Tja, nur so lernt man`s. Heute jedenfalls haben wir noch die Hoffnung das wir in 3 Wochen ohne G…..Übersetzung auskommen, wir halten Euch bezüglich der Lernfortschritte auf dem Laufenden.
Die Sprachschule hat nun schon begonnen und so sitzen wir 4 Stunden am Tag im Klassenzimmer und versuchen uns schnellst möglich die spanische Sprache anzueignen. Das schöne ist das wenn um halb 2 die Schule aus ist ein herrliches Steak auf uns wartet, die Steaks hier kann man nicht beschreiben die muss man einfach gegessen haben. Heute gab’s nach dem Steak noch das mit weitem Abstand beste Tiramisu, dass wir je gegessen haben. War eine Empfehlung des ca. 80-jährigen Herren, der am Nebentisch saß. Mmmmmmmmm.
Leider gibt’s noch keine Bilder, nur schnöden Text. Aber nächste Woche holen wir’s nach. Versprochen.
Ganz liebe Grüße aus Argentinien, Anette & Thorsten