Wie es uns so ergangen ist
26 08 2010Ja, es ist traurig aber leider wahr, unser Skandinavientrip neigt sich schon dem Ende zu. Die Fähre über den kleinen Teich ist auch schon gebucht. Und am 9. September geht unser Flug nach Buenos Aires und so haben wir uns gedacht, schreiben wir mal alles auf, was uns gut gefallen, nicht so gut gefallen, für uns etwas seltsam oder lustig gewesen ist. Also einfach, wie es uns so ergangen ist in Skandinavien.
Seit einigen Tagen sind wir ja wieder in unserem geliebten Schweden:
Schweden und die Schweden hatten wir schon im Jahr 2007 in unser Herz geschlossen. Irgendwie sind die alle ganz besonders nett hier und die Landschaften strahlen eine ganz besondere Schönheit und Ruhe aus. Der für uns schönste Teil Schwedens, von dem was wir bisher gesehen haben, sind die Gegenden um den Vättern- und Vännernsee. Die Landschaft rund um Gäddede sowie der Siliansee
Schweden ist, hingegen der vorherrschenden Meinung, nicht wirklich teuer. Es gibt zwar Produkte die teurer sind, als bei uns (dazu gehören z.B. Fleisch, Alkohol, Tabak…) aber auch Essen gehen ist bei direktem Vergleich mit Stuttgarter Preisen auf ähnlichem Niveau.
Das Rätsel um die mit Pasten gefüllte Tuben in allen möglichen Geschmacksrichtungen, die in fast in jedem zweiten einheimischen Einkaufswagen landen ist nun auch gelöst. Wir haben uns die Pasten in den Gesschmacksrichtungen Shrimps+Thomate-Mozarella rausgelassen. Schmeckt nach Majonaise und die beiden Geschmacksrichtungen unterscheiden sich nur in Nuancen. Es gibt noch viele andere Geschmacksrichtungen unter anderem Wurst und Käse aber seht selbst. Wir sind jedenfalls der Ansicht das wir das nicht unbedingt nach Deutschland importieren müssen.
Und wie war’s in Norwegen?
Teuer und beindruckend.
Norwegen ist wirklich teuer. Brot, Lachs und Kaffee sind finanzierbar, die meisten andern Sachen kosten zwischen 50%-400% mehr. Und dann kommen noch die vielen Mautstraßen dazu, die sich mit der Zeit ganz schön läppern. Am schönsten fanden wir es auf den Lofoten. Ich glaube da haben wir auch am meisten drüber geschrieben. Aber die Natur und Landschaft Norwegens ist ein absoluter Hit. Zum staunen und staunen und staunen.
Und wie war das Campen?
Zugegeben. Wir hatten keine Ahnung, auf was wir uns da einlassen. Wir hatten ja die Vorstellung es 2 Monate lang in einem 2-Mann-Zelt auszuhalten. Aber zum Glück gibt’s ja Stugen, die hier eine super günstige Lösung waren. Unsere Unerfahrenheit lässt sich auch sehr schön an der Liste der Ausrüstungsgegenstände erkennen, die wir uns im Laufe der Zeit noch zugelegt haben (Weingläser, normale Gläser, Tasse, zusätzliche Zeltbodenplane, Wäscheklammern, Wäscheleine, Verlängerungskabel, Schneidebrettchen, Bettlaken).
Offen geblieben sind so Fragen wie:
Warum sich manche Leute mit Wohnwagen und integrierter Toilette morgens an der Gemeinschaftstoilette anstellen um auf die Toilette zu gehen?
Sich manche Dauercamper ihren Wohnwagen verkleiden damit dieser eckig ausschaut?
Dem Campen an sich stehen wir jetzt jedenfalls viel näher als noch vor 2 Monaten.
Und, als abschließendes Campingstatement: Es ist genial morgens, wenn die Sonne scheint und es warm ist, aufzuwachen und direkt im Freien zu sein. Und zelten mit einem guten Zelt, wie wir es zur Verfügung gestellt bekommen haben (Vielen Dank an unsere Sponsoren!!!), ist toll.
Und außerdem Danke fürs Ausleihen der Kühlbox, der Gasflasche, der Pfanne, der Camping 2-in-eins-Grill-Kochstation, der Gaslampe mit Ersatzkartuschen, der Antimückenstinkepaste.
Und für die Statistikfreunde: (Anette hat so toll Buch geführt)
Wir haben 26 mal im Zelt übernachtet und 28 mal in einer Unterkunft mit einem festen Dach überm Kopf.
Wir sind in der ganzen Zeit 12 mal mit dem Boot oder der Fähre gefahren und sind 5 mal unter Flüssen und Fjorden durchgefahren.
Bis wir wieder in Stuttgart sind, sind wir fast 9000km gefahren.
Das teuerste Eis das Anette gegessen hat hat fast 8 € gekostet (für drei Kugeln! Nicht für einen Jumbobecher). Der teuerste Zeltplatz war in Oslo. Dort haben wir 35€ für die Übernachtung im Zelt bezahlt. Vom günstigsten Zeltplatz haben wir Euch ja schon in unserem Beitrag vom 11.08. erzählt. Das war übrigens auch der günstigste Tag mit 0,- € Ausgaben am Tag (zugegeben die Vorräte mussten auch beschafft werden).
An 24 Tagen hatten wir den ganzen Tag Sonnenschein, die gefühlte Durchschnittstemperatur variiert, je nach dem wen von uns beiden man fragt.
Und falls Ihr noch mehr wissen wollt gebt bescheid.
Und wer schreibt eigentlich den Reiseblog?
Ja, das wüsstet ihr wohl gerne. Verraten wir aber erst am Ende unserer Reise.
Und wir beide:
Haben nicht mehr das Gefühl im Urlaub zu sein, sondern an dem Ort wo wir gerade sind, sind wir dann auch irgendwie zuhause.
Liebe Grüße aus Göteborg Anette+Thorsten
Kategorien : Allgemein, Norwegen, Schweden