Jetzt raucht er wieder!

29 10 2010

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Seit fast einer Woche sind wir schon in Chile. Es ist wunderschön, alles grün und die Natur blüht und sprießt fleißig. Es sieht aus, wie in Neuseeland.

Das Erste, was uns auffiel, war der deutliche Unterschied in der Sprache. kann mal jemand spanisch mit uns sprechen, bitte?!? Wir verstehen nur noch Bahnhof. Alles Wörtersalat. Die Speisekarten: voller unverständlicher Dinge, die wir neuerdings nicht mal mehr aussprechen können. Dann kochen wir eben selbst. Kann man sich ja eh kaum leisten hier.

Als wir den ersten Kulturschock überwunden haben, konnten wir uns wieder auf die geniale Natur konzentrieren. In Puerto Varas, unserer ersten Station, ausführlich den Vulkan Osorno bestaunen, drumherumwandern und uns Lavafelder vom letzten Ausbruch anschauen. Wirklich beeindruckend, mit welcher Macht sich die Lavaschneisen durch die Natur ziehen und erst vom nächsten See gestoppt wurden.

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Nach langem hin und her überlegen, entschieden wir eine kleine Herumreisepause in Pucon einzulegen. Das war das Beste, was wir tun konnten. Pucon ist eine süße, kleine Stadt, unser Hostel ein Paradies und hier gibt’s jede Menge zu unternehmen. Aber das Beste an Pucon ist der Vulkan. Ein perfekter, schneebedeckter Kegel aus dem es oben herausraucht und in der Nacht leuchtet er oben rot. Nicht weil die Lava sichtbar ist, sondern weil die aufsteigenden Rauchwolken von unten von der Lava angestrahlt werden. Wir haben verzweifelt versucht unsere Digitalkamera dazu zu überreden, das doch bitte aufzunehmen, aber sie blieb eisern. Aber zum Glück hatten Alex und Frauke, unsere Reisebekanntschaft aus Lübeck eine Superduperspiegelreflex dabei. Die Bilder gibt’s zu Weihnachten. Ihr könnt euch schon mal freuen.

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Spontan haben wir uns entschieden, ein bissle reiten zu gehen. “Du kannst reiten, Anette? Gut, dann bekommst du das “Crazy Horse”. Wie es Lizzy, unsere Hostelmitbewohnerin aus Neuseeland immer nannte. Sie reist übrigens mit ihrem Mann und 10-Monate –altem Sohn für 10 Wochen durch Südamerika, weil sie beide gerade ihren Job gekündigt haben. Coole SOCKEN, die Drei!

“Und du Thorsten?” “Na, ich brauch’ ein Pferd das den anderen hinterher läuft und genau das macht, was es soll. “Ham’ wer nicht, falscher Ort” meinte der Reiterhofbesitzer. Ganz große Lüge, hat er eben doch gehabt. Die professionellen Reiter sagen immer so böse Sachen wie: “Du must dem Pferd zeigen wer hier der Chef ist.” Ich finde irgendwie das kann man nicht bringen. Wenn es einen doch schon durch die Gegend trägt, sollte man sich doch auch ein wenig erkenntlich zeigen und es zumindest fressen lassen, wann immer es will.

Das Reiten war dann aber doch schön, trotz “Crazy Horse” und dem “Automatik Pferd”.

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Nach einem Tag Nichtstun bei schönstem Wetter und einem gehörigen Schock, weil unsere Kreditkarte nicht mehr wollte, wie wir wollten (Aha, LAN-Airlines hat mal wieder Unsummen auf der Karte geblockt…) waren wir wildentschlossen am nächsten Tag nochmal was zu unternehmen. Also, Räder gemietet und zu einem Wasserfall geheizt. Einem der schönsten, den ich je gefunden habe. Ein ganz besonderer Ort.

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Gestern, es regnete und regnete, sind wir zu den heißen Quellen gefahren. Sehr entspannend. Vor allem für die geschundenen Muskeln (“Crazy Horse” und Drahtesel).

Ganz liebe Grüße aus Pucon, Anette & Thorsten